Abschluss der Arbeit in einigen Gemeinden in Sanmatenga

Aktuelle Entwicklung im April 2019

Plan International und die Gemeinden im Programmgebiet Sanmatenga arbeiten seit nunmehr 42 Jahren zusammen. Im Verlauf der Projektarbeit konnte Plan International dazu beitragen die Lebensbedingungen der Kinder und ihrer Familien wesentlich zu verbessern. Deshalb hat sich Plan in Abstimmung mit den Menschen vor Ort dazu entschlossen sich aus einigen Dörfern zurückzuziehen und sich auf andere Gebiete zu konzentrieren um mehr im Leben der Kinder zu bewirken

Die Schwerpunkte der Arbeit der letzten Jahren haben waren…

Unterstützung der Bildung für Mädchen

Im Programmgebiet Sanmatenga sehen sich Mädchen vielen Hürden beim Zugang zu weiterführender Bildung gegenüber. Hierunter zählen Armut in den Familien, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts, soziale und kulturelle Praktiken sowie frühe und Zwangsheirat.

Um diese Situation zu verbessern, führte Plan International die Kampagne „Because I am a Girl“ ein, um Bildung für Mädchen zu fördern und sie dabei zu unterstützen, die Schule abzuschließen.

Die wesentlichen Maßnahmen in den vergangenen fünf Jahren waren:

* Bau und Ausstattung einer Junior Highschool (weiterführende Schule) für Mädchen, wodurch ihre Lernbedingungen verbessert wurden.
* Bau von Schlafsälen, um dem langen Schulweg entgegenzuwirken und ein sicheres Lernumfeld zu schaffen.
* Stipendien für benachteiligte Mädchen.
* Bewusstsein bei Eltern zur Bedeutung von Bildung schärfen.
* Bewusstsein bei Kindern zu ihren Rechten und bei Jugendlichen zu Themen rund um sexuelle und reproduktive Gesundheit, ungewollte Schwangerschaften und frühe Ehen schärfen.

Junior High School für Mädchen

Kindersterblichkeit reduzieren

Entsprechend der nationalen Statistik stirbt jedes fünfte Kind vor seinem fünften Lebensjahr. Die Hauptgründe dieser Sterblichkeit sind Malaria, akute Atemwegserkrankungen, Durchfallerkrankungen, Mangelernährung, HIV/Aids, Ruhr sowie schlechte Hygiene und Sanitäranlagen. Diese Situation ist in der Provinz Sanmatenga, in der ein erhöhtes Risiko für wasserbedingte Krankheiten bei Kindern besteht, ein großes Thema.

Frauen bei der Gesundheitsmesse

Um die Gesundheit der Kinder zu verbessern, führte Plan International in Zusammenarbeit mit der Regierung in den vergangenen Jahren einige Aktivitäten durch, wie beispielsweise:

* Bereitstellung von Zentren zur Ernährung und Bildung mit Nahrungsmitteln und Medikamenten
* Vorbeugung der Übertragung von HIV von der Mutter auf das Kind
* Untersuchung von Mangelernährung bei Kindern
* Pflege für mangelernährte Kinder, wodurch die Rate an mangelernährten Kindern von 13,7 Prozent (2012) auf 7,2 Prozent (2015) zurückging (SMART-Erhebung
* Organisation von Gesundheitsmessen: Bei diesen Messen hatten lokale Behörden und Gesundheitsfachkräfte die Möglichkeit, die Bevölkerung zur Vorbeugung einer Übertragung von HIV von der Mutter auf das Kind aufzuklären. Frauen profitierten besonders von dieser Maßnahme, an der viele Frauen mit ihren Männern teilnahmen, um zu zeigen, wie wichtig ihnen die Gesundheit ihrer Kinder ist.

Verbesserte Hygiene und Sanitäranlagen

Plan International hat Maßnahmen ergriffen, um der Bevölkerung einen besseren Zugang zu Hygiene, Sanitäranlagen und Trinkwasser zu ermöglichen.

Zu diesen Maßnahmen zählen:

* Bohrlöcher an Schulen und in Dörfern
* Bau von Latrinen an Schulen und für private Haushalte
* Verteilung von Hygiene-Kits an Schulen

Frauen am Bohrloch

Verbessertes Haushaltseinkommen durch Mikrofinanzierung

Kleinhandelsgruppe

Die Provinz Sanmatenga gehört zur Region CentreNorth, in welcher der Armutsindex im landesweiten Vergleich am höchsten ist. Er liegt in der Region bei geschätzt 61 ,2 und landesweit bei 46,4 Prozent. Deshalb unterstützte Plan International Frauen und Jugendliche bei der Gründung von Spar- und Kreditgruppen, um gegen die Armut der Haushalte anzugehen und das Wohlergehen der Kinder zu sichern. So wurden insgesamt 710 Frauen- und Jugendgruppen mit 15.801 Mitgliedern ins Leben gerufen.

Frauen und Jugendliche sind am stärksten ausgegrenzt, da sie aufgrund sozialer und kultureller Vorurteile nur in geringem Maße Zugang zu natürlichen und finanziellen Ressourcen haben.

In diesem Jahr konnten sie 157.454.415 CFA (in etwa 262.000 US-Dollar) aus Erspartem mobilisieren und Kredite in Höhe von 35.888.200 CFA (in etwa 57.000 US-Dollar) vergeben.Mit den Ersparnissen konnten die Gruppenmitglieder Einkommen generierende Maßnahmen durchführen, wie beispielsweise Kleinhandel. Durch diesen Ansatz konnte der Zusammenhalt innerhalb der Gruppe gestärkt werden.

Außerdem profitierten die Jugendlichen von Schulungen zu Unternehmertum (Gemüseanbau, Weben, Tiermast, Seifenherstellung).