Plan Patenschaften

Als Kind in einem Entwicklungsland geboren zu werden, bedeutet meist lebenslange Armut und Chancenlosigkeit. Vor allem Mädchen sind in vielen Kulturen oft benachteiligt und brauchen Unterstützung.

Patenschaften erhöhen die Chance, gut ausgebildet und besser versorgt zu werden.

Patenschaften sind also ein zentrales Element der nachhaltigen Hilfsprojekte von Plan.

Denn obwohl weder das Patenkind, noch dessen Familie direkte Geldzuwendungen erhalten verändert es ihr Leben in ganz vielen Aspekten.

Unsere Patenschaft zu Alizeta

Die Patenschaft zu Alizeta besteht bereits seit 2007. Alizeta lebt in Burkina Faso, ist 15 Jahre alt und besucht die ca. 45min entfernte Schule. Ihr Lieblingsfach ist Geographie.

Mehr zu Alizeta

Gerechtigkeit bei der Aufnahme von Patenkindern ist ein wichtiges Anliegen von Plan. Möglichst alle bedürftigen Familien sollen in die Projektarbeit einbezogen werden – Plan nimmt deshalb möglichst aus allen bedürftigen Familien Kinder als Patenkind auf. Die Entscheidung, welches Kind Patenkind wird, wird grundsätzlich innerhalb der Familie oder Gemeinde getroffen. Wird Plan um die Entscheidung gebeten, dann wird in der Regel das jüngste Kind aufgenommen, vorzugsweise ein Mädchen.

Grundsätzlich registriert Plan nur ein Patenkind pro Familie, in manchen Ländern oder Gebieten ist es aber auch erlaubt, mehrere Patenkinder pro Familie aufzunehmen, beispielsweise in Kulturen mit polygamen Familienstrukturen oder in Gebieten mit einer geringen Bevölkerungsdichte.

Von den Selbsthilfeprojekten und von der weiteren Entwicklung im Lebensumfeld der Kinder profitieren alle Mitglieder einer Gemeinde. Familien ohne Patenkind werden somit nicht von den Projekten ausgeschlossen. Ein Patenkind wird immer nur einem Paten zugeordnet. Scheidet ein Pate aus, dann versucht Plan so schnell wie möglich, einen neuen Paten für dieses Kind zu finden.

Das Patenkind

Die Aufnahme ins Patenschaftsprogramm bedeutet für ein Patenkind innerhalb seines Umfeldes eine besondere Aufmerksamkeit in der Rolle des Botschafters für eine Gemeinde. Patenkinder gehen häufiger zur Schule, stecken sich höhere Ziele stecken und erzielen insgesamt bessere Leistungen als Kinder ohne Patenschaft. Zudem beteiligen sie sich aktiver in ihrem Umfeld und übernehmen Führungsrollen.
Gerade für Mädchen ist dies oftmals eine völlig neue Erfahrung, aus der Selbstbewußtsein erwächst.

In Briefen an den Paten berichtet das Patenkind oft vom Leben aus der Gemeinde, seiner eigenen Entwicklung und der Familie.

Durch die Briefe der Paten aus der „weiten Welt“ lernt das Patenkind, dass ein Lebensmodell ausserhalb des Bekannten, welches oft durch eine frühe Heirat in Kinderjahren und als Hausfrau gekennzeichnet ist, möglich ist.

Der „Plan – Effekt“

Die Familie des Patenkindes

Auch in der Familie des Patenkindes nimmt dieses eine herausgehobene Stellung ein. Ohne die Zuwendung ist ein Schulbesuch des Patenkindes oftmals durch die finanzielle Situation in der Familie nicht möglich, der Zugang zu Bildung verwehrt – der weitere Lebensweg faktisch vorbestimmt.

Auch hier sind es oft Mädchen, die darunter zu leiden haben: Im traditionellen Rollenverständnis in Burkina Faso spielt Bildung für Frauen keine große Rolle.

Durch die Patenschaft erfahren Eltern, dass die Schulbildung ihrer Kinder kein Nachteil ist und das Leben aller Familienmitglieder positiv verändern kann. Die Eltern werden so ermutigt auch weitere Kinder nicht vom Schulbesuch auszuschließen, Geschwister bekommen ein Vorbild in der Familie.

Durch begleitende, Einkommen schaffende Maßnahmen – wie bspw. landwirtschaftliche Schulungen – bekommt die Familie die Möglichkeit ihre eigene Einkommenssituation zu verbessern, was wiederum dazu beiträgt ihren Kindern einen längeren Schulbesuch zu ermöglichen.

Die Mischung aus dem Impuls der konkreten Hilfe aus Mitteln der Patenschaft, aber auch die durch die langfristig angelegte Hilfe zur Selbsthilfe eintretenden Veränderungen sorgen schlußendlich für den Ausstieg aus dem Teufelskreis der Armut, und eine nachhaltige Verbesserung der Lebenssituation aller Familienmitglieder über Generationen hinweg.

Die Gemeinde des Patenkinds

Von der Patenschaft profitiert nicht nur das Patenkind, und dessen Familie, sondern die gesamte Gemeinde.

So werden zum Beispiel im Rahmen der langfristigen Projekte zur Selbsthilfe Schulen oder Gesundheitsstationen errichtet, Lehrkräfte ausgebildet, Kampagnen in Gesundheitsfragen durchgeführt oder eine funktionierende Wasserversorgung eingerichtet. All diese Projekte stärken die Gemeinde der Patenkinder.