Die Inhalte auf dieser Seite sind aus den Jahresberichten von Plan International der vergangenen Jahre zusammengestellt. Die Jahresberichte beschreiben die Plan – Projektarbeit in den Programmgebieten und werden von Mitarbeitern und Kindern vor Ort zusammengestellt.

Bildung

Auch im Bereich der Bildung galt es zuerst, die notwendige Infrastruktur zu schaffen.

Zahlreiche Klassenzimmer und Lehrerunterkünfte wurden neu gebaut oder saniert. Veranstaltungen um die Einschreibung von Kindern zu erhöhen wurden durchgeführt.

Insbesonders an Mädchen mit hervorragenden Leistungen wurden Stipendien vergeben.

Stipendien schenken Hoffnung, und sie motivieren auch andere Kinder zum Schulbesuch.

Millenium children

Sechs im Jahr 2000 geborene Mädchen aus verschiedenen Ländern berichten über ihre Erfahrungen mit sexueller Gewalt in, und auf dem Weg zur Schule.

Der Film wurde zum Teil von anderen Jugendlichen vor Ort gedreht.

Einige Szenen wurden durch Darsteller ersetzt.
Die Stimmen sind Originalaufnahmen.

In die geschaffenen Strukturen hinein wurden Kinder- und Jugendclubs implementiert, welche sich unter anderem mit Themen wie Hygiene, ungewollter Schwangerschaft und Kinderrechten beschäftigen.

Für junge Erwachsene wurden Berufsausbildungsmaßnahmen geschaffen, und in jüngster Zeit auch Berufs- und Stellenbörsen durchgeführt.

Haguiratou, 13 Jahre

„Ich bin sehr froh darüber, meine Ausbildung an dieser Schule fortsetzen zu können. Ich werde noch härter arbeiten, um das Vertrauen von Plan und meinen Eltern zu verdienen, Ich möchte später Kinderärztin werden.“

Haguiratou, 13 Jahre

Clémentine, 15 Jahre

Clémentine, ein 15 jähriges Mädchen mit Behinderung, war im Februar 2011 nach einer Krankheit 80 Tage lang bettlägerig. Sie hatte das Schuljahr verpasst und keine Hoffnung. Ihr Vater war früh verstorben, und ihre Mutter kümmerte sich alleine um die Kinder.

„Meine Mutter arbeitete auf den Feldern, um unsere Ausbildung zu bezahlen und uns zu ernähren. Aber das Leben war schwer, weil wir nur eine Mahlzeit pro Tag hatten. Wir hatten nicht einmal genug Schlafmatten für uns alle. Dann wurde ich wegen meiner guten Leistungen an der weiterführenden Mädchenschule angenommen und das bietet mir die Gelegenheit, im Leben Erfolg zu haben. Ich möchte gern Sozialarbeiterin werden, damit ich Waisenkindern helfen kann.“

Clémentine, 15 Jahre

Impressionen von Veranstaltungen und Maßnahmen im Bereich Bildung

Bildungsmaßnahmen im Überblick seit 2007

Sekundarschulen sind in Burkina Faso selten, wenn es sie gibt sind die Schulklassen in der Folge massiv überfüllt.

Plan hat zwei Schulgebäude neu gebaut: Ein Gebäude mit zwei Klassenräumen und einer Bücherei, sowie ein weiteres mit zwei Klassenräumen und einem Lehrerzimmer.

Zusätzlich wurden weitere Schulen mit Einrichtung und Materialien ausgestattet, und der Kontakt zu den lokalen Behörden gesucht.

Trotz der Bemühung der Regierung die Bildung der Kinder zu fördern blieben die Schülerzahlen gering. Deshalb baute und renovierte Plan insgesamt 13 Schulen, viele weitere Klassenräume und Lehrerunterkünfte wurden renoviert.

Schülerinnen in einigen Schulen wurden Stipendien gewährt.

Die hohe Anzahl von bewusstseinsbildenden Veranstaltungen im vergangenen Jahr hat die Einschreibung von Kindern merklich gesteigert. Neben dem Bau und dem Erhalt der Infrastruktur hat Plan geholfen, Schülerinnen mit hervorragenden Leistungen durch Stipendien an der Schule zu halten. Diese Initiative hat Mut gemacht, und eine Menge dazu beigetragen dass auch weitere Schülerinnen die Sekundarschule besuchen.

Plan hat weiterhin die Schulbüchereien weiter ausgestattet, zusammen mit der Regierung ist die jährliche Versorgung der Schulen mit Unterrichtsmaterialien gesichert.

Weitere 24 Klassenräume und 21 Unterkünfte für Lehrer wurden gebaut und ausgestattet, 7 Klassenräume wurden saniert. Sechs Klassenräume wurden mit einem Solarenenergiesystem ausgestattet, 35 Schulen erhielten Lebensmittellieferungen für die Schulmensa.

Gemeindemitglieder, Kinder und Lehrer setzten während des gesamten Prozesses alle Aktionen in die Tat um. Sie waren an den Planungen, der Druchführung und der Nachbereitung zur Errichtung und Ausstattung der Schulen beteiligt.

Plan baute ein Wohnheim und eine witerführende Schule für Mädchen. Der Bau des Komplexes wurde durch eine Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden und der katholischen Organisation für Entwicklung und Solidarität ermöglicht. Die meisten Gemeinden, der Gouverneur und der High Commissioner des Distrikts unterstützen den Komplex finanziell und anderweitig.

Insgesamt wohnen 50 Mädchen in der Einrichtung, die Auswahl richtet sich nach den Schulnoten. 48 der Mädchen haben die Abschlußprüfung am Jahresende mit guten Noten bestanden.

Der Komplex wird von katholischen Nonnen geleitet.

Viele Fälle ungewollter Schwangerschaft an Schulen bildeten ein Problem, insbesonders für Mädchen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren. In Programmgebiet wurden 170 ungewollte Schwangerschaften erfaßt. Wesentliche Gründe sind ein Mangel an Information, Unerreichbarkeit von geeigneten Gesundheitsleistungen und mangelnde Kommunikation zwischen Eltern und Kindern.

Plan hat an weiterführenden Schulen fünf Jugendclubs gegründet, und mit Materialien ausgestattet. Die CLubs haben 25 Veranstaltungen organisiert, in welchen über ungewollte Schwangerschaften aufgeklärt wurde, und an denen 1.050 Schülerinnen und Schüler teilnahmen.

56 Mädchen aus bedürftigen Familien haben Stipendien erhalten.

482 junge Erwachsene, die nicht in die Schule gehen, oder nie in die Schule gegangen sind wurden an Berufsschulen eingeschrieben.

Es wurden Verkaufs- und Stellenbörsen organisiert.